Als wären es nicht schon genug Browser, Firefox, Opera, IE, Safari, … versucht sich jetzt auch Google mit dem neuen Browser “Chrome“. Aber entgegen der Vermutung, dass wieder ein neuer und sich nicht wirklich von der Masse abhebender Browser released wurde, ist “Chrome” doch anderst als die anderen.
Bedienoberfläche
Der erste Eindruck ist sehr positiv. Alles wirkt aufgeräumt und klar strukturiert. Wo es möglich war Vereinfachungen gegenüber den anderen Browsern vorzunehmen, dort wurden diese auch vorgenommen. Die Adress- und Suchzeile wurden in eine gepackt und nennt sich Omnibox. Zudem umfasst etwa das Optionsmenü oder das Lesezeichenmenü längst nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise beim Firefox 3.0.1, bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass das auch wirklich gebraucht wird und Chrome damit abwertet.
Das Standard-Theme wartet mit Farbverläufen von weiß nach blau auf und zeigt sich insgesamt im Web 2.0-Stil und sehr freundlich und ansehnlich. Aufgrund des äußerlichen Minimalismus steht auch mehr Platz für die Seitendarstellung zur Verfügung und dient zusätzlich der Übersichtlichkeit, vorallem auf Seiten mit viel Inhalt.
Geschwindigkeit
Enginetechnisch hebt sich Chrome am deutlichsten von allen anderen Browsern ab. Egal welchen Benchmark man zu Rate zieht, in jedem beweist der Google-Browser sein spitzen Talent in Sachen Ausführgeschwindigkeit. Speziell geht es hier um die JavaScript-Geschwindigkeit die etwa auf Droeam=?? getestet werden kann. Brauch der Firefox 3.0.1 etwa 2600ms für alle Aufgaben, erledigt Chrome das in 800ms(eigene Tests). Egal auf welchem System das ausgeführt wurde, die Leistung ist brachial und das obwohl sich Chrome, wie es sich für eine Web 2.0-Anwendung gehört, in der Betaphase befindet. Als Web 2.0-Anwendung bezeichne ich Chrome deshalb, weil es vorallem dafür optimiert ist, was man an der JavaScript-Geschwindigkeit erkennen kann, welche besonders bei Web 2.0-Anwendungen zur Geltung kommt.
Alltagseinsatz
Im Alltagseinsatz hat sich der Chrome-Browser bei meinem persönlichen Einsatz schon bewährt. Übersichtlich, schon jetzt stabiler als Firefox, was auch mit der Tatsache zu tun haben könnte, dass Chrome jeden Tab in einem eigenen Prozess ausführt und so verhindert, wenn eine Seite den Browser normalerweise zum Absturz zwingen würde, der Browser seinen Dienst dann schlussendlich auch einstellt, da nur der betroffene Tab abstürzen und geschlossen werden würde.
Zudem ist Chrome eindeutig schneller als Firefox und IE 6, welche beide als Referenzbrowser auf meinem System laufen.
Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. So zeigt sich Firefox im Vergleich zu Chrome etwa bei den Extensions mächtiger und auch bei kleinen Details, etwa der fehlenden Option RSS-Feeds zu abonnieren oder der für meine Verhältnisse zu schnellen Scrollgeschwindigkeit.
Fazit
Durchaus ein gelungener Browser, der den etablierten Konkurrenten einiges an Marktanteilen wegnehmen wird. Wer ihn selbst testen möchte kann sich die Betaversion hier runterladen.
Wenn ihr selbst schon Erfahrung gesammelt habt dann postet doch wie Ihr ihn findet. Eine schöne Story zu Chrome habe ich bei Yiim gefunden.























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