Die guten und schlechten Seiten des 3D-Druckers

28. März 2014 von Natascha  

Der Kauf der 3D-Drucker boomt, denn ihr Potential ist riesig: Alle erdenklichen Formen und Gegenstände können damit gedruckt werden. Die USA hat es sich sogar bereits zum Ziel gemacht, alle Schulen mit 3D-Druckern auszustatten. Doch während das alles so gehypt wird, geraten die negativen Seiten des 3D-Drucks zunehmend in den Hintergrund.

Ein 3D Drucker in Aktion

Mit dem 3D-Drucker werden Träume wahr.

Mit den 3D-Drucken Wunder bewirken

Bereits ab 300 Euro sind 3D-Drucker für Heimanwender erhältlich, kein Wunder also, dass sich die Geräte in den Haushalten häufen. Bei dem Verfahren verwendet der Großteil der 3D-Drucker das FDM-Verfahren (ein Schmelzverfahren). Dafür werden hauptsächlich schmelzfähige Materialien wie Acrylnitril Blutadien Styrol oder Polyactide genutzt, die vom Drucker schichtweise aufgetragen werden, um eine vom PC vorprogrammierte Form zu ergeben. Bastler und Forscher können davon gar nicht genug bekommen, denn der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. So hat zum Beispiel eine Familie in den USA mit dem 3D-Drucker eine bewegliche Hand-Prothese für ihren Sohn Leon zusammen gebaut. Dem 12-Jährgen fehlte die linke Hand bereits seit der Geburt und eine übliche Hand-Prothese kostet mindestens 20.000 Euro. Die Kosten, die der 3D-Drucker für die Prothese benötigt, betragen rund sieben Euro – spottbillig im Vergleich zu dem, was sie normalerweise kosten würde. Mit dem 3D-Drucker und dem richtigen Denken können Träume realisiert werden.

3D-Drucker können gesundheitsschädlich sein

Dennoch sollten die Risiken und Nebenwirkungen des 3D-Druckers nicht übergangen werden. Das Einatmen der Gase, die beim Schmelzen von Plastik entstehen, ist in den seltensten Fällen als angenehm zu empfinden. Auch aus diesem Grund kam die 2013 veröffentlichte Studie von Forschern der IIT wenig überraschend: Ihre Forschungen haben ergeben, dass es bei der Benutzung von 3D-Druckern in geschlossenen Räumen zu einer erhöhten Konzentration ultrafeiner Partikel kommt, die sich in der Lunge ablagern können. In großer Menge führt dies zu Gesundheitsschäden.

Manche 3D-Drucker haben eigene Filtersysteme integriert, um die Schadstoffe einzufangen, der Großteil jedoch nicht. Damit diese schädlichen Partikel sich nicht dauerhaft im Raum befinden, sollte ausreichend gelüftet werden können. Außerdem werden sicherlich noch einige Forschungsarbeiten notwendig sein, um neue Materialien für den 3D-Drucker zu finden.

Darf mit dem 3D-Drucker alles gedruckt werden?

So muss außerdem auch die Frage zum Urheberrecht geklärt werden. Schon mit CD- und DVD-Brennern gab es viele rechtliche Fragen, als plötzlich urheberrechtlich geschützte Songs oder Videos kopiert werden konnten. So wurde geregelt, dass Kopien zum Privatgebrauch erlaubt sind. Das heißt, dass Kopien weder zu kommerziellen noch zu beruflichen Zwecken benutzt werden dürfen. Anders als Songs und Filme, können die Produkte des 3D-Druckers nicht in eine bestimmte Kategorie eingeordnet werden. Viele behaupten sogar, 3D-Drucksachen seien von diesem besonderen Urheberrechtsschutz befreit. Allerdings gibt es in Deutschland noch weitere Schutzrechte, wie Patent- und Markenrecht. In Sachen Legalität der 3D-Drucke herrschen also noch keine deutlichen Richtlinie oder Klarheit, aber man kann gewiss behaupten, dass solang die Hobbybastler die Produkte zu privaten Zwecken gebrauchen, keine rechtliche Gefahr besteht.

Foto: Tomas Mikula / shutterstock

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