Browser
Ohne Browser kein komfortabler Zugriff aufs Internet
Ein Webbrowser ist ein Softwareprogramm, das eine benutzerfreundliche Oberfläche bietet, über die die zahlreichen Funktionen des World Wide Web komfortabel genutzt werden können. Durch das Anklicken eines Web-Links wird eine Seite aufgerufen, die in einem Browser auf dem Bildschirm dargestellt wird. Ein Browser ist somit in der Praxis ein obligatorisches Werkzeug zum Surfen im Internet. Neben HTML-Seiten kann ein Browser auch PDF- und andere Dokumente darstellen. Die Browser-Software wird auf Personalcomputern und auf Mobilgeräten wie Smartphones eingesetzt. Abgesehen von der Dokumentdarstellung können Browser auch für den Software-Download, zur Verwaltung von E-Mails, als Zugangsplattform für das Usenet oder als Filesharing-Werkzeug genutzt werden. Die Qualität eines Browser lässt sich auch darüber definieren, wie gut er die zur Webseiten-Darstellung verwendeten Techniken beherrscht, die einer ständigen Entwicklung unterliegen.
Mit den Browserkriegen fing alles an
Den ersten Browser entwickelte Tim Berners-Lee 1990 mit einer noch sehr zurückhaltenden graphischen Oberflache und nannte ihn zunächst WorldWideWeb, später Nexus. Drei Jahre später wurde der komfortablere Browser Mosaic auf den Markt gebracht. Doch erst nach dem Einsatz des von Marc Andreesen auf dem Markt etablierten Netscape Communicators ab Ende 1994 wurde das Internet bei einer breiten Anwenderschicht populär. Der Netscape Communicator war mehrere Jahre lang unangefochtener Marktführer, bis Microsoft den Windows Internet Explorer über sein Betriebssystem Windows so offensiv vermarktete, dass Netscape Ende des Jahrzehnts vom Markt verschwand. Dieser Konkurrenzkampf wurde in der Fachwelt als Browserkrieg bezeichnet. Der Internet Explorer hat bis heute einen weltweiten Marktanteil von über 50%.
Der Browser Firefox erobert die Welt
Ab dem Jahr 2002 wurde der neue Browser Firefox eingesetzt, der sich aus dem quelloffenen Browserprojekt Mozilla entwickelte. Mit Mozilla versuchte die Firma Netscape wieder auf den Browsermarkt zurückzukehren. Der Firefox konnte durch seine schlanke Struktur und seine Schnelligkeit einen beachtlichen Marktanteil von zeitweilig über 30% zurückerobern. Mit Thunderbird stellt er einen eigenen E-Mail-Client zur Verfügung. Mit der Programm-Suite SeaMonkey bietet Netscape eine alternative Programmsammlung für verschiedene Internet-Dienste an. Eine beachtliche Bedeutung hat auch der norwegische Browser Opera erlangt, der mittlerweile in der Version 10 vorliegt. Der Browser ist sehr schlank, schnell, läuft auf zahlreichen Betriebssystemen und stellt auch die neuesten Entwicklungen der Seitenbeschreibungssprachen zuverlässig dar. Über einen Marktanteil von 3% kam die europäische Alternative bis heute jedoch nicht hinaus. Apple brachte 2003 mit Safari einen Browser speziell für Mac-Rechner mit dem Betriebssystem MacOS heraus. Safari läuft auch auf Mobilgeräten wie dem iPod von Apple. Mittlerweile sind auch Safari-Versionen verfügbar, die auf Windows installiert und genutzt werden können. Der neueste Stern im Browser-Himmel ist Google Chrome, der 2008 für Windows erschien. Mittlerweile stehen auch Versionen für MacOS X und Windows zur Verfügung.
Die Zukunft der Browser bleibt offen
Der Kampf um die Vorherrschaft auf dem Browser-Markt wird in Bewegung bleiben, weil die Firmen über die von Ihnen angebotenen Browser eine Verbindung zu den Nutzern des wichtigen Internet-Marktes aufbauen und pflegen können. Die entscheidenden Kennzeichen eines guten Browsers sind seine Schnelligkeit, der Leistungsbedarf auf dem Rechner des Anwenders sowie seine Fähigkeit, alle Innovationen der Seitenbeschreibungssprachen problemlos umzusetzen.






















