RAR

Mit RAR bezeichnet man sowohl einen Algorithmus zur Datenkomprimierung als auch das Dateiformat des RAR-Archivierers – einem Werkzeug zum Verwalten und Bearbeiten von Archivdateien.
Beide wurden 1993 von dem russischen Programmierer Jewgeni Roschal entwickelt. Der Name RAR ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung “Roshal Archive”.

RAR und seine Möglichkeiten

Das RAR-Format hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, obwohl es sich bisher nicht vollständig gegen seinen Konkurrenten ZIP durchsetzen konnte. Es wird durch eine Reihe von Packprogrammen auf den meisten Betriebssystemen unterstützt und ist auf zahlreichen Internetplattformen im Einsatz, die in zunehmendem Maße Softwarepakete als RAR-Dateien zum Download anbieten.
Ein spezieller Algorithmus für die Komprimierung multimedialer Daten, die Unterstützung von Archivgrößen bis zu 9000 Petabyte und die Möglichkeit, sehr große Archive in mehrere Volumen aufteilen zu können, prädestiniert RAR für den professionellen Einsatz.

Interstützte Dateien

RAR unterstützt die Erzeugung selbstentpackender Archive, die als ausführbare EXE-Dateien vorliegen und für das Entpacken kein externes Programm benötigen. Durch das Einfügen von Wiederherstellungsinformationen lassen sich beschädigte RAR-Archive jederzeit reparieren.
Um auch hohen Sicherheitsstandards gerecht zu werden, unterstützt RAR AES-Verschlüsselung für seine Archive inklusive der Dateinamen. So kann ohne Kenntnis des Passwortes nicht auf den Inhalt eines Archivs geschlossen werden. Das optionale Mitspeichern spezieller Informationen des Dateisystems – dies ist zum Beispiel für NTFS, HFS und HPFS möglich – macht RAR für System-Backups tauglich.

Solide Archive

RAR-Dateien besitzen im Vergleich zu vielen anderen Archiv-Formaten eine sehr gute Komprimierungsrate. Diese ist durch die Erstellung sogenannter solider Archive noch erheblich steigerungsfähig. Dabei werden die Dateien nicht einzeln gepackt, sondern zunächst in eine monolithische Form überführt und anschließend komprimiert. So können durch den Algorithmus redundante Datenmuster, die in den einzelnen Dateien vorlagen, besser berücksichtigt und eine höhere Packdichte erreicht werden.
Die Geschwindigkeit bei der Erneuerung von bereits existierenden soliden Archiven ist allerdings kleiner als bei der herkömmlichen Methode, da der gesamte Archiv-Inhalt zunächst analysiert werden muss. Liegt der Schwerpunkt jedoch auf möglichst platzsparender Langzeitarchivierung oder handelt es sich um viele einzelne Dateien, die einer seltenen Aktualisierung unterliegen, sollte man solide Archive bevorzugen.

Der Archivmanager WinRAR

RAR-Archive können über die Eingabeaufforderung im Text-Modus erstellt, aktualisiert und verwaltet werden. Diese Konsolenversion stellt hierfür einen gewaltigen Funktionsumfang durch eine Vielzahl von Befehlen und Schaltern zur Verfügung und ist in allen RAR-Distributionen enthalten.
WinRAR stellt die Windows-Version des RAR-Archivierers dar und bietet eine grafische Oberfläche, über die die wichtigsten RAR-Funktionen nutzbar sind. Durch die Unterstützung zahlreicher weiterer Archiv-Formate wie ZIP, ARJ, LZH, TAR, GZ, BZ2, JAR und 7Z sowie seine Integration in den Windows-Explorer und einige andere Dateimanager, ist eine sehr bequeme und intuitive Arbeit mit Archiven möglich.

Einen umfassenden Überblick und weitere Informationen über das RAR-Format findet man auf den folgenden Webseiten: