Router
Router sind die Weggabelung in Computernetzwerken, gleich ob es sich um Unternehmensnetze oder das World Wide Web handelt. Wie an einer Straßenkreuzung können Netzwerknachrichten hier in verschieden Richtungen weitergeleitet werden. Der Router verfügt über mehrere Netzwerk Ausgänge und es ist seine Aufgabe zu entscheiden, über welchen Ausgang jede einzelne Nachricht weitergeleitet wird.
IP-Adressen
Der Zielrechner, den die Nachricht schließlich erreichen soll, ist dabei durch eine weltweit eindeutige IP Adresse gekennzeichnet. Wieso eigentlich? Schließlich verfügt jeder Rechner über eine Netzwerkkarte, die ebenfalls über eine weltweit eindeutige Kennzeichnung verfügt, die so genannte Mac-Adresse. Weltweite Eindeutigkeit reicht eben nicht! Das Problem ist das gleiche wie bei klassischen Nachrichten, die per Post verschickt werden: selbst wenn der Name jedes Menschen eindeutig wäre, würde dieser nicht zu Adressierung eines Briefes reichen. Hierzu müsste jedes Postamt eine Adressliste sämtlicher Menschen auf der Welt vorhalten und diese Liste bei jedem einzelnen Brief durchsuchen. Daher sind Adressen hierarchisch aufgebaut: Land, Stadt, Strasse, Hausnummer, Name! Auf diese Weise kann das Postamt in Bielefeld einen Brief nach China in die richtige Richtung weiterleiten ohne zu wissen, ob die angegeben Stadt überhaupt existiert. Alles, was nach China geht, muss zunächst in die gleiche Richtung! Ähnlich verhält es sich mit IP-Adressen, die eine geschachtelte Subnetzstruktur aufweisen. Eine typische Hierarchie wäre hier: Provider, Unternehmen, Gebäude, Rechner.
Die Router Logik
Router kennen das Ziel einer Nachricht nicht, sie hangeln sich entlang der oben beschriebenen Hierarchie nach und nach an das Ziel heran. Wenn ein Router eine Nachricht an einen weiteren Router weitergeleitet hat, der näher am Ziel ist, ist seine Aufgabe erledigt. Entfernungen werden im Internet in „Hops“ gemessen. Die Anzahl der Hops gibt an, über wie viele Router eine Nachricht ihr Ziel erreichen kann. Alles, was ein Router zu tun hat, ist also, die Nachricht an einen anderen Router zu schicken, der einen Hop näher am Ziel ist. Oft genug wiederholt führt das schließlich automatisch zum Ziel. Dabei ist das Ziel nicht immer der schließlich zu erreichende Rechner, sondern z.B. der Internetprovider, über den dieser Rechner am Internet angeschlossen ist. Ist die Nachricht bei einem Router dieses Providers angekommen, wiederholt sich das ganze Verfahren, indem innerhalb des Netzes des Providers auf gleiche Weise der Weg zum Zielunternehmen gesucht wird. Schließlich suchen die Unternehmensinternen Router abermals auf die gleiche Weise den Zielrechner. Selbstverständlich war diese Hierarchie nur ein Beispiel, für den privaten PC zu hause wäre die typische Hierarchie Provider, Region, Stadt, PC.
Letztlich verläuft die Routenfindung ähnlich wie beim Autofahren. Wer aus Deutschland in ein Dorf in Südspanien fährt, wird seine Richtungsentscheidungen an Autobahnkreuzen lange Zeit völlig unabhängig davon treffen, in welches Dorf, zu welcher Straße und zu welcher Hausnummer er schließlich möchte.
Weiterführende Informationen
- Eine Übersicht über verschiedene technische Ausführungen von Routern findet sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Router .
- Wie genau die Router Informationen über Ihre Entfernung zu unterschiedlichen Zielen austauschen: http://de.wikipedia.org/wiki/Routing#Routing-Protokolle .
- Zum Thema IP Adressen allgemein und auch zu der Frage, wie in einer einzigen Adresse auch Informationen über das Netzwerk unterzubringen sind, in dem sich der Rechner befindet: http://www.wieistmeineip.de/infos/ .
- Ein aktueller Test der auch für Privatanwender wichtigen WLAN-Router: http://computer.t-online.de/c/15/87/77/88/15877788.html .
- Ebenfalls auch für Privatanwender: Eine detaillierte Anleitung zur Konfiguration von WLAN- und DSL-Routern http://www.heimnetzwerk-und-wlan-hilfe.com/router_konfigurieren.html .
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