Soundkarte

soundkarteDie heutigen Computer kommen ohne eine Soundkarte nicht mehr aus. Jeder Rechner ist daher in der Lage, Töne von sich zu geben. Das dies nicht nur reine Töne sind, wird jedem spätestens dann klar, wenn die erste Musikdatei vom Rechner abgespielt wird.
Für die meisten Nutzer ist es daher selbstverständlich, dass ihre Soundkarte alle Bedürfnisse erfüllt. Wo viele über die Angaben der Taktfrequenz ihres Prozessors diskutieren und gleichzeitig über den verfügbaren RAM fachsimpeln, bekommen Soundkarten eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Bauart unterscheidet sich wesentlich und sollte beim Kauf beachtet werden. Schließlich bieten viele Mainboards von Intel, MSI oder anderer Herstellern einen integrierten Soundchip an. Dieser funktioniert ohne große Besonderheiten und entspricht den Wünschen vieler Nutzer. Verbaut ist diese Variante meist in günstigen Computern. Gegen die Leistungsfähigkeiten einer reinrassigen Soundkarte kann diese Lösung sicherlich nicht mithalten.

Apple als Pionier

Wer sonst als Apple sollte den Stein der Soundkarten ins Rollen bringen. Entsprechend tauchte im Apple II 1983 die erste Soundkarte auf. Der Durchbruch erfolgte jedoch erst zu Beginn der neunziger Jahre, als der integrierte Systemlautsprecher immer weiter an seine Grenzen gekommen war. Mit den ersten Soundkarten waren Spiele jetzt mit anderen Vorraussetzungen zu spielen.
Obwohl die Nachfrage und damit der Verkauf zunahm, haben viele Computerhersteller lange auf einen serienmäßigen Einsatz warten lassen. Die meisten Soundkarten wurden anfangs als Zubehör gekauft. Meist wurden sogar so genannte Spielesets angeboten. Im Paket war dann die Soundkarte, kleine Lautsprecher und ein Spielecontroller enthalten.

Die Wende kam mit Windows 95

Die ersten Soundkarten wurden über den ISA-Bus im Rechner betrieben. Dieses System ist in heutigen Computer nicht mehr integriert. Interessanterweise besaßen Soundkarten für die ISA-Schnittstelle spezielle Anschlussmöglichkeiten für das CD-Laufwerk. Diese Art der Laufwerke kam in der Wachstumszeit der Soundkarte ebenfalls auf und sollten schließlich perfekt in das Umfeld integriert werden können. Diese Option machte allerdings vielen Rechnern zu schaffen, so wurden spätere ISA-Soundkarten ohne diesen Anschluss produziert. Allerdings wurden die Karten dann Plug&Play fertig. Die Architektur der Karte glich sich anfangs. Schließlich griff MS DOS bei Ausführung der Spiele direkt auf die Hardware zu. Seit Windows 95 erfolgt der Zugriff über spezifizierte Treiber. Dieser Meilenstein machte die Entwicklung grenzenlos und führte uns letztendlich zu den Karten, die wir kennen.
Moderne Soundkarte verfügen derweil über einen PCI-Anschluss. Des Weiteren hat sich die Bauform stark verkleinert. Natürlich sind die Soundkarten nach wie vor Plug&Play fertig. Zahlreiche Optionen und Anschlussmöglichkeiten machen aus einem Computer ohne Probleme ein Heimkino mit hervorragendem Dolby Digital Sound.

Computerspiele werden zum Genuss für die Ohren

Ein Spiel ohne Sound ist etwa so wie Tee ohne Wasser. Es gibt praktisch keine Trennungsmöglichkeiten. Dank der vorangeschrittenen Entwicklung, können sich die Spieleentwickler voll austoben. Das Kreieren von Motorgeräuschen bei Rennspielen oder der Hall eines Stadions bei einem Fußballspiel, sorgt schließlich beim Anwender für Gänsehaut. Demnach lassen sich echte Klänge und Sounds wiedergeben, ganz so als würde das Ereignis in Wirklichkeit vor den Augen ablaufen.
Für Spieler gibt es spezielle Gamer Karten, die viele verschiedene Sounds in einer Brillanz und Schnelligkeit wieder geben können, dass es einem den Atem verschlägt. Allerdings sind diese Modelle nicht ganz billig.

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