Systemwiederherstellung
Diese Funktion wurde zuerst unter dem Betriebssystem Windows angeboten. Genauer gesagt, besitzen alle Anwendungen der Familie Windows ab Windows ME diese Dienstleistung. Hinter der Bezeichnung Dienstleistung verbergen sich in diesem Fall konkrete praktische Hilfestellungen, welche vom System bereit gestellt werden, um das System in Bezug auf die sogenannten System- und Konfigurationskomponenten zurück zu versetzen, zu verändern und anzupassen. Die angeführten Hilfestellungen werden über eine entsprechende Menüführung umgesetzt. Sie werden in diesem Zusammenhang auch als Wiederherstellungspunkte bezeichnet.
Aufgaben der Systemwiederherstellung
Die Systemwiederherstellung gehört neben den anderen nutzerorientierten Anwendungen wie eine Defragmentierung, die Herstellung eines Backup als Datensicherung und die sogenannte Datenträgerbereinigung zu den Dienstleistungsprogrammen. In diesem Zusammenhang wird die Systemwiederherstellung als eine Funktion bezeichnet, welche als extrem dienstbar und nützlich ist, was viele Anwender bestätigen können. Insbesondere unter Windows XP stellt sie für die Computernutzer in der entsprechenden Situation eine massive Unterstützung dar.
Die Systemwiederherstellung ergibt sich teilweise aus unterschiedlichen Gründen. Zunächst ist es bei alltäglichen Gebrauch üblich, dass Computer auf Grund ihres Zusammenspiels zwischen Hard- und Software ständig wechselnden Veränderungen und Einstellungen unterliegen. Zum Teil werden auch durch die Nutzer selbst Einstellungen getätigt, um Systeme benutzerorientiert zu gestalten. Seien es Einstellungen, welche sich um Treiber handeln oder in Bezug auf die Optimierung interner Speichermedien vorgenommen werden. Diese ergeben sich bereits daraus, dass neue Anwendersoftwarebausteine installiert werden oder Hardware dazu kommt. Dies führt in einigen Fällen dazu, dass die Systeme nicht mehr so wie vorher funktionieren. Mit einer Systemwiederherstellung gelingt es jedoch, die Windows- und Programmeinstellungen so zu bearbeiten, dass sie den Computer wieder in den ursprünglichen Zustand zurückfahren können, welcher sich vor dem Auftreten von Problemen ergab.
Funktionsweise vom Wiederherstellungsprogramm
Zunächst wird der ursprüngliche Zustand der Konfiguration durch Windows festgehalten. Dazu dienen die sogenannten Wiederherstellungpunkte. Automatisch erstellt und aktualisiert Windows diese Wiederherstellungspunkte in regelmäßigen Abschnitten. Diese Wiederherstellungspunkte, welche unmittelbar mit dem Check des System zusammenhängen, werden auch als Systemprüfpunkte bezeichnet. Neben der unter Windows vorgenommenen Prüfung und Protokollierung von Systemkomponenten können diese vom Nutzer selbst über das manuelle Erstellen von Prüfparametern umgesetzt werden. Diese werden weitgehend ergänzt durch die automatischen Windows Updates, welche unter Windows XP üblich sind.
Die Wiederherstellungsprogramme sind Hilfsdateien, welche sich ausschließlich auf die Bearbeitung von Systemkonfigurationen beziehen. Persönliche Daten, EMails oder Dokumente jeglicher Art bleiben von den Wiederherstellungsprogrammen unbeeinflusst. Dies betrifft insbesondere den Aspekt, dass die Daten weder beschädigt werden noch in irgend einer Art verloren gehen. Von vielen professionellen Nutzern gehen dennoch immer wieder Empfehlungen aus, die Daten aus sicherheitsbedingten Gründen vorher zusätzlich zu schützen, indem sie nach Möglichkeit gesichert werden. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme, welche erfahrungsgemäß recht günstig ist.
Eine Voraussetzung für das Ausführen der Systemwiederherstellung ist eine vorherige Kontrolle des Festplattenspeichers. In diesem Zusammenhang ist ein Mindestumfang an Speicherkapazität von 200 MB notwendig. Das System selbst prüft zudem von sich aus den Festplattenspeicher, wenn die Systemwiederherstellung aktiviert wird. Wenn die freie Speicherkapazität unter den 200 MB liegt, dann erfolgt eine Deaktivierung der Systemwiederherstellung durch das System selbst. Wichtig ist es, dass vor dem Auslösen der Systemwiederherstellung alle Programme geschlossen werden. Dies wird außerdem ganz benutzerorientiert vor der Einleiten der Systemwiederherstellung über einen Menüpunkt angezeigt.



















