W-LAN

W-Lan Router

W-LAN steht für “wireless local area network” und bedeutet wörtlich übersetzt “drahtloses lokales Netzwerk”. Das W-LAN ist eine heutzutage weit verbreitete Alternative zum kabelgebundenen Netzwerk, die es erlaubt, eine große Anzahl von Geräten ohne zusätzliche Verkabelung in ein Netzwerk einzubinden. Zu diesen Geräten zählen heute neben Computern auch Spielkonsolen, Mobilfunkgeräte oder Home Entertainment Systeme.

Entstehungsgeschichte

Die Entwicklung des W-LAN nahm ihren Anfang im Jahr 1970, als es einem Professor an der Universität von Hawaii erstmals gelang, mehrere Computer per Funk und ohne Telefonkabel miteinander zu verbinden. Die Technologie wurde von Amateurfunkern weiterentwickelt und fand vorerst insbesondere im Industriebereich Anwendung. Seit den 1990er Jahren kamen auch W-LAN-Geräte für semiprofessionelle Anwender und Privatanwender auf den Markt. Diese waren anfangs noch sehr teuer, was sich aber inzwischen geändert hat, wodurch die W-LAN – Technologie sich auch im Privatbereich immer stärker verbreitet.

Übertragungsstandard

Der 1999 zugelassene W-LAN-Standard IEEE 802.11a bietet eine Übertragungsleistung von bis zu 54Mbit/s, ist jedoch auf Grund im gleichen Frequenzbereich arbeitender Netze von Militär und Flugsicherung nur für den Gebrauch in Innenräumen mit gedrosselter Sendeleistung zugelassen. Dies führt zu einer geringen Reichweite von nur 15 bis 25 Metern.
Deshalb ist der ebenfalls 1999 zugelassene Standard IEEE 802.11b öfter anzutreffen, obwohl er nur eine Leistung bis zu 11Mbit/s, dafür aber eine Reichweite von bis zu 300 Metern bietet. Nachteil dieses Standards ist, dass er anfällig für Störungen durch andere Geräte wie z.B. Bluetooth ist, da diese im selben Frequenzbereich arbeiten.
Weit verbreitet ist der IEEE 802.11g–Standard aus dem Jahr 2002, der eine Übertragungsrate von 54Mbit/s erreicht, gleichzeitig aber eine mit dem IEEE 802.11b – Standard vergleichbare Reichweite, zu dem er auch kompatibel ist.
IEEE 802.11n ist der neueste Standard und soll Übertragungsraten bis zu 300Mbit/s erreichen.

Betriebsmodus

Ein W-LAN kann im Infrastruktur- oder im Ad-Hoc-Modus betrieben werden.
Im Infrastrukturmodus agiert ein Router oder Access Point als zentrale Instanz, die die zum Aufbau einer Verbindung benötigten Netzwerkinformationen (wie z.B. den Netzwerknamen und die Verschlüsselung) aussendet. Diese Methode wird zur gemeinsamen Nutzung des Internets mit mehreren Computern verwendet.
Im Ad-Hoc-Modus existiert kein zentraler Knotenpunkt und die verbundenen Geräte kommunizieren direkt miteinander. Hierbei ist die Reichweite des Netzwerkes stark eingeschränkt und auch die Verbindung zum Internet mit mehreren Geräten ist nur möglich, wenn ein Computer als Zugangsgerät konfiguriert wird.
W-LAN-Router können oft auch im Repeater – Modus betrieben werden, um die Reichweite eines bestehenden W-LANs zu erhöhen.

Sicherheit

Der Betrieb eines offenen, ungesicherten W-LANs stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar, da das Funknetzwerk sich auch außerhalb der eigenen vier Wände ausbreitet. Deshalb empfiehlt es sich, das W-LAN zu verschlüsseln.
Hierbei ist die ehemalige Standardverschlüsselungsmethode WEP (Wired Equivalent Privacy) die weniger sichere Alternative, da der verwendete Schlüssel relativ leicht durch Außenstehende berechnet werden kann. Falls WEP noch genutzt wird, sollte daher ein möglichst langer Schlüssel gewählt werden.
In der heutigen Zeit sollte aber WPA (Wi-Fi Protected Access) oder besser die von allen aktuellen Hardware-Komponenten unterstützte Verschlüsselungsmethode WPA2 genutzt werden. Diese Methoden bieten eine erheblich höhere Sicherheit als WEP.

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