ZIP

Unter dem Begriff ZIP versteht man ein sogenanntes Datenkompressionsformat. Das heißt, es werden mehrere Daten in einem einzigen Archiv zusammen gefasst und als solches komprimiert. Durch die Komprimierung kann der benötigte Speicherplatz der einzelnen Dateien wesentlich verringern. Wie stark der benötigte Platz verringert werden kann, hängt dabei jedoch von der Kompressionsstärke ab.

Geschichtliche Hintergründe von ZIP

Nicht von Anfang an wurde diese Form der Datenkompression unter dem Begriff ZIP vertrieben. Die erste Anwendung dieser Art war ARC, ein Format, das von SEA (Software Enhancements Assosiates) entwickelt worden war. Jenes Programm wurde als Shareware vertrieben, verwendete jedoch einen eher langsamen und weniger leistungsfähigen Algorithmus. Daher begann der Amerikaner Phil Katz mit der Weiterentwicklung dieses Kompressionsalgorithmus. Dieser basierte zunächst auf dem ARC – Format. Nachdem Katz jedoch von SEA verklagt wurde, zog er diese Weiterentwicklung zurück und entwickelte stattdessen einen eigenen Kompressionsalgorithmus, der die Datenkompression auf eine neue Leistungsebene brachte. Diese Software verbreitete er zunächst unter den Namen PKZIP bzw. PKUNZIP zum Dekomprimieren. Heute ist von diesen Namen nur noch der Begriff ZIP verblieben, der oftmals auch als Endung von solchen komprimierten Archiven auftaucht. In den folgenden Jahren verbreiteten sich diese Programme sehr schnell weltweit. So wurde das bisher hauptsächlich verwendete Format ARC von SEA bedeutungslos und ist heute dementsprechend auch nicht mehr anzutreffen.

Namensgebung von ZIP

Lange Zeit war das Format ZIP nur unter den Namen PKZIP und PKUNZIP bekannt. Der Begriff ZIP selbst war dabei schon von Anfang an anzutreffen. Er ist nach Aussagen des Unternehmens PKWare an den Englischen Begriff des Reißverschlusses angelehnt. Er bezieht sich dabei jedoch nicht auf den verwendeten Algorithmus selbst sondern lediglich auf die Zusammenfassung der einzelnen Dateien in einem einzigen “Container”.

Technische Merkmale von ZIP

Das Format ZIP ist im Wesentlichen eine Art Container, in dem zahlreiche Dateien und Ordner abgelegt werden. Diese werden mit verschiedenen Methoden bzw. Algorithmen komprimiert und in einem Archiv zusammen gefasst. Dadurch ermöglicht es das Format beispielsweise auch nur einzelne Dateien oder Ordner zu einem späteren Zeitpunkt wieder aus dem Archiv zu entpacken und zu nutzen. Dennoch hat diese im Grunde sehr positive Flexibilität durchaus auch Nachteile. Werden Dateien beispielsweise einzeln entpackt, können eventuelle Redundanzen zwischen den einzelnen Daten nicht immer berücksichtigt werden. Glücklicherweise gibt es jedoch auch Möglichkeiten um diese Redundanzen zu umgehen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise das Zusammenfassen der einzelnen Dateien in einem Archiv, welches erst anschließend nochmals in ein komprimiertes Archiv umgewandelt wird.

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