Fenster zur Technik: den PC selbst tunen

23. Mai 2012 von Julian  

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen den Philosophien von Windows- und Apple-Benutzern ist die Tatsache, dass Windows-Rechner seit jeher per Hand bearbeitet werden können. Und zwar in jeder Hinsicht. Die möglichen Umbauten und Verbesserungen beginnen beim Ersetzen aller erdenklichen Teile und enden bei spektakulär konstruierten Gehäusen. Obwohl Case-Modding keinen Einfluss auf die Performance eines PCs hat, zeigt es eindrucksvoll, welche Möglichkeiten es beim PC eigentlich gibt.

Selbst ist der Benutzer: was es zu beachten gibt

Die oberste Grundregel bei der Handarbeit am Rechner ist das Abstecken des Stroms. Neben dem Entfernen des Kabels ist es außerdem ratsam, das Netzteil per Knopf in den Off-Zustand zu befördern. Gefahren durch Spannungsquellen sind somit ausgeschlossen. Dann geht es ans Detail. Unabhängig vom Vorhaben führen dabei alle Wege zum Mainboard, da dort alles zusammenläuft. Im Sinne einer besseren Übersicht kann es helfen, zunächst alle Kabel zwischen Peripheriegeräten und Mainboard zu entfernen. DVD-Laufwerk, Festplatte und Co. brauchen schließlich keinen Strom, so lange der PC „operiert“ wird. Was sich nun offenbart, ergibt schon nach kurzem Hinsehen Sinn. Ein, zwei oder drei längliche PCI-Slots, wo unter anderem die Grafikkarte angesteckt wird, dazu der unübersehbare CPU-Lüfter, unter dem sich die zentrale Recheneinheit befindet. Nicht weit davon entfernt befinden sich meistens die RAM-Riegel in aufrechter Position. Die drei wichtigsten Elemente wären damit auch schon gefunden. Der Unterschied ist jedoch, dass alleine der Prozessor nur von erfahrenen Händen angefasst werden sollte. Speziell beim RAM gilt nämlich das genaue Gegenteil.

Kleiner Tipp am Rande übrigens: Jedes Mal, wenn der Rechner geöffnet wird, kann dies auch gleich genutzt werden, um Staub aus dem Gehäuse zu entfernen, besonders natürlich aus den Lamellen aller Lüfter.

Ersatzteil Nummer 1: der Arbeitsspeicher

Selbst Menschen ohne technische Kenntnisse können ihren Arbeitsspeicher aufrüsten, und zwar völlig ohne Probleme. Für die Orientierung reicht schon ein Blick auf das Mainboard, wo die entsprechenden Bänke relativ schnell und unverkennbar ersichtlich werden. Die meisten heutigen Mainboards verfügen über vier solcher Slots, manchmal auch paarweise gefärbt. In solchen Fällen handelt es sich um Dual Channel-Mainboards. Mit dem Einbau verhält es sich denkbar einfach – die RAM-Bausteine müssen nämlich einfach nur in die Slots geschoben werden. Irrtümer sind dabei dank kleiner Einkerbungen ausgeschlossen. Da die RAM-Riegel ihren Strom außerdem direkt über den Mainboard-Slot beziehen, müssen auch keine Kabel oder dergleichen beachtet werden.

Foto: Plus69 / Shutterstock

 

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