Barebone PC

Barebone PC Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Barebone PCs. Die echten Barebones und die, die sich nur so nennen. “Bare-Bone” bedeutet auf Englisch soviel wie “blanke Knochen”. Damit ist gemeint, dass diese PCs eigentlich keine richtige Ausstattung haben. Nur das Knochengerüst ist vorhanden, also Gehäuse, Mainboard und Netzteil. Oft ist auch ein Prozessor eingebaut sowie der Arbeitsspeicher.

Shuttle PCs

Die zweite Variante eines Barebones ist ein vollständiger PC mit allen Komponenten, allerdings in der Form eines Schuhkartons, bzw. eines Würfels. Diese PCs zeichnen sich durch ihre kleinen Gehäuse aus. Barebones sind sie jedoch nicht: In Fachkreisen nennt man solche Computer “Shuttle PCs”, nach der taiwanesischen Firma, die diese Art von PCs zuerst herstellte. Solche PCs haben oft die Typbezeichnung “X” im Namen, also zum Beispiel XPC 453.

  • Richtiger Barebone: PC Bausatz mit den wichtigsten Teilen bereits enthalten
  • Falscher Barebone: Schuhkarton- oder würfelförmiger, normaler PC. Richtiger Name: Shuttle PC

PC zum Selberbauen – ohne kompliziertes Schrauben

Schon einmal einen PC selbst zusammengebaut? Das Schwierigste am Zusammenbau sind das Mainboard und der Prozessor. Diese sind auch die empfindlichsten Teile und es kann sehr oft etwas dabei kaputtgehen. Man muss dabei mit Hilfe einer Wärmeleitpaste den Prozessor aufsetzen – da kann unglaublich schnell etwas kaputtgehen. Deswegen werden die Barebones immer beliebter weil bei ihnen die kompliziertesten Schritte des Zusammenbaus übersprungen werden.

Zusammenstecken und fertig!

Diese sensiblen Komponenten sind beim Barebone schon fest im PC enthalten. Somit hat man nur noch “Steckkomponenten” wie Grafikkarte und Laufwerke. Wer sie sich ein bisschen mit PCs auskennt und weiß wo welche Komponenten hingehören, für den ist ein Barebone eine gute Wahl. Man hat außerdem den Vorteil dass man die wichtigsten PC Teile selbst bestimmen kann. Welche Grafikkarte und welche Festplatte – das bleibt alles dem eigenen Geschmack überlassen. Man sollte aber unbedingt die verschiedenen Standards beachten. PCI-Express und AGP sind unterschiedliche Arten von Grafikkarten. Man kann keine AGP Grafikkarte kaufen wenn man einen PCI-Express Anschluss hat – und umgekehrt. Das Gleiche gilt für Arbeitsspeicher und Prozessor, sowie in beschränktem Maße für Festplatten. Man sollte sich also vorher über die Anschlüsse seines neuen Barebones ausführlich informieren.

Also ein Sparwunder?

Ob man mit einem Barebone PC eine Menge sparen kann, hängt alleine von dem Geschick ab die richtigen Komponenten zu finden. Wer günstige und gute Komponenten findet der kann wirklich viel sparen. Allerdings muss das nicht unbedingt sein: Komplettsysteme sind oft billiger, weil sie in großen Mengen verkauft werden. Außerdem kann die Schnäppchenjagd nach billigen Komponenten viel Arbeit und Zeit verursachen. Wer aber noch einen alten PC ausschlachten kann (Laufwerke, Festplatten, Maus, Tastatur), der hat damit schon einmal gespart. Man sollte auch unbedingt den Preis eines neuen Betriebssystems mit einkalkulieren. Ein Betriebssystem ist fast nie bei einem Barebone System enthalten.

Erdung nicht vergessen

Man sollte sich dringend ein antistatisches Armband besorgen, mit dem man geerdet wird! Wer eine Grafikkarte berührt – und die Hand ist dabei statisch aufgeladen – kann die Grafikkarte sofort zerstören. Garantie gibt es darauf dann nicht mehr.

Ein antistatisches Armband verhindert eine statische Aufladung. Statische Aufladung wird oft unterschätzt. Wer kein Bändchen hat(gibts in jedem PC-Fachmarkt für 5 Euro), der berührt am besten mit der Hand an die Heizung bevor man an das Innere des Barebones geht.

Wenn keine Erdung vorhanden ist

Ich habe mir einmal einen PC gekauft, dabei sofort meinen alten PC “ausgeschlachtet” und die noch brauchbaren Teile in den neuen Computer gebaut. Ohne mich zu erden. Damit war mein neuer PC kaputt. Zumindest das Mainboard, das Netzteil und eine meiner Festplatten. Das Mainboard hatte die anderen Komponenten wie in einer Kettenreaktion mit in die ewigen PC-Bauteil-Jagdgründe genommen. Aus dem Schnäppchen wurde ein teurer Kauf. Die Reparaturkosten waren etwa so teuer wie der gesamte PC. Damit ihnen das nicht passiert, ein Sprichwort:

An die Hand ein Erdenband bevor man an den Rechner langt !

Die “falschen” Barebones

Es ist eine Unsitte, dass auch andere PC’s als Barebone bezeichnet werden. Es handelt sich hier um viereckige kleine Kästen, besser bekannt als “Shuttle PC”. Wenn sie also einen Barebone MIT Ausstattung wie Grafikkarte oder gar Betriebssystem sehen, dann ist das kein Barebone. Auch wenn manche PC-Händler kleine PCs Barebones nennen, ist das noch lange nicht richtig. Ich halte mich eben an die Bezeichnung “blanke Knochen”. Und wieso sollte ein kleiner PC die Bezeichnung “blanker Knochen” tragen? Vielleicht wäre “little wight” besser für diese Geräte: Kleiner Wicht. Wirkliche PC-Fachhändler bezeichnen diese Geräte aber nach der taiwanesischen Firma “Shuttle”, die diese Geräte erstmals hergestellt hat. Der Vorteil dieser Geräte ist die geringe Größe. Sie sind kleiner als ein Schuhkarton. Allerdings sollte man bei einem Wechsel der Komponenten berücksichtigen, dass diese oftmals speziell angefertigt sind, vor allem das Mainboard. Ein Aufrüsten dieser, besonders in Büros beliebten PCs kann also unter Umständen mehr kosten als das Aufrüsten eines normalen Pcs.