Gerade einmal sechs Wochen ist es her, dass ich hier laut über eine Alternative zum Aldi-PC nachgedacht habe. Jetzt steht schon wieder ein neuer Rechner des Discounters an: Am Donnerstag, dem 26. März wird der neue Medionrechner sich seinen Platz in den Regalen verschaffen. Wahrscheinlich nur für kurze Zeit, da er sicherlich, wie alle seine Vorgänger, reißenden Absatz finden wird. Wenn das in dem Tempo so weiter geht, gehören PCs bei Aldi zum regulären Programm und suchen sich ihren festen Platz irgendwo zwischen River-Cola und Gewürzketchup.
Begrüßen Sie mit mir die Kontrahenten
Aber – und diese Frage sei auch diesmal wieder erlaubt – gibt es denn keine Alternativen? Und natürlich lautet die Antwort auch dieses Mal wieder: Ja – die gibt es. Als Konkurrent tritt auch dieses Mal ein CSL-Rechner von Amazon in den Ring, nämlich der PC – CSL Speed 4115. Auf geht’s, dann wollen wir mal die beiden Kontrahenten näher begutachten:
Der Kopf-an-Kopf-Vergleich
Der Prozessor: Das ist eine schnelle aber extrem langweilige Runde: Beide PCs verwenden exakt den gleichen Prozessor, nämlich den Intel Core 2 Duo E7400 der mit 2× 2800 MHz getaktet ist. Ein leistungsfähiger Rechenknecht, der genug Power zum Spielen und Arbeiten hat.
Speicher: Auch hier kann sich keiner absetzen, denn beide sind mit 4 GB RAM ausgestattet. Für die 32-Bit-Varianten von Vista mehr als genug. Um eine Nachrüstung muss daher sich der potentielle Käufer vorerst keine Gedanken machen.
Festplatte: Hier kann der Aldi-Rechner zum ersten Male punkten: Seine 1 Terrabyte sind immerhin doppelt so groß wie die 512 GB des Herausforderers.
Grafikkarte: Der Aldi-Rechner setzt auf die GT 140 von Nvidia, während der CSL-Bolide die ATI Radeon HD 4850 bieten kann. Die 4850 deklassiert die 140 (die früher einmal 9600 GT hieß) ganz klar. Das ist ein großer Pluspunkt für den Amazonrechner, auch wenn beide Grafikkarten zur Spitzenklasse gehören und eher dem oberen Einsteigersegment zuzuordnen sind.
Austattung: Bei Aldi gibt’s einen Multinorm Dual Layer CD/DVD-Brenner, Wireless LAN 802.11 Draft-n , 8 Kanal Audio und Firewire. Da kann der CSL nicht 100%ig gegen halten: Zwar ist auch ein Multiformatbrenner mit dabei und Gigabit-Netzwerk und Cardreader – aber Firewire und WLAN fehlen. Ein kleines Manko – aber kein sehr großes.
Softwareausstattung: Hier bekommt der Herausforderer die grobe Kelle zu spüren: Der Discounter kommt mit vorinstallierter 32-Bit-Version von Vista daher. Außerdem wird die 64-Bit-Version von Vista auf DVD mitgeliefert. Doch damit nicht genug: Microsofts Works 9, Corel Draw Essentials 3 und Nero Burning ROM 8 Essentials sind ebenfalls mit dabei. Die Demos von MS Office Virenscanner lassen wir mal unter den Tisch fallen. Und der Amazon-PC? Der steht gänzlich nackt da! Kein Betriebsystem, kein Office, nichts! Das war fast ein Tiefschlag vom Altmeister
Preis: 599 € fallen für den Discounter an, wahrlich kein schlechtes Angebot. Aber der Amazon-Rechner kostet nur 499 €! Ein wirklich sensationeller Preis!
Vorteile:
- Der CSL-Rechner kostet 100 € weniger als der Aldi-Rechner
- Er hat die deutlich schnellere Grafikkarte
Nachteile:
- Es wird keine Software mit geliefert
- Die Festplatte ist etwas kleiner
Fazit: Wer noch ein Betriebssystem von einem alten Rechner übrig hat, kann 100 € sparen. Der Rechner von CSL ist vergleichbar ausgestattet und bietet darüber hinaus noch die schnellere Grafikkarte. Und selbst wenn man XP oder Vista noch kaufen muss ist CSL 4115 ein mindestens ebenwürdiger Herausforderer.
Link: PC – CSL Speed 4115 (Core 2 Duo) bei Amazon

























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